Über mich

Über Yasbear

Ein Leben, das Stärke lernen musste

Yasemin Seber
„Nimm mich mit.“Yasemin Seber

Hallo, ich bin Yasemin Seber – Piercerin, Gründerin von Yasbear, und ich habe früher als die meisten gelernt, dass Stärke nichts damit zu tun hat, keine Angst zu haben.

Seit Geburtbegleitet mich das Proteus-Syndrom – eine der seltensten Erkrankungen der Welt
Über 60 OPshatte ich hinter mir, noch bevor ich 18 Jahre alt war
Eine HandvollMenschen weltweit lebt mit dieser Diagnose
Meine Geschichte

Ich kam mit einer Diagnose zur Welt, die selbst die meisten Ärzte nur aus Lehrbüchern kannten: das Proteus-Syndrom. Gewebe, das wächst, wo es nicht wachsen soll. Operationen statt Klassenfahrten. Krankenhäuser waren für mich nie die Ausnahme – sie waren mein Alltag. Und trotzdem habe ich mir mein Leben aufgebaut: eine Ausbildung, ein eigenes Piercingstudio, einen Beruf, den ich liebe. Eine Diagnose sagt, was du hast. Nicht, wer du bist.

Dann kam die härteste Prüfung: Ein Tumor wuchs an meinem Kehlkopf – genau dort, wo jeder Atemzug hindurch muss. Operieren? Lange zu riskant, sagten die Ärzte. Also blieb das Warten. Das Hoffen. Das Atmen. Der WDR hat diesen Wettlauf gegen die Zeit ein Jahr lang mit der Kamera begleitet.

Ich erzähle das nicht, weil ich Mitleid möchte.
Ich erzähle es, weil genau hier Yasbear entstanden ist.

🐻

Die Nacht, in der der Yasbear geboren wurde

Es war eine dieser Krankenhausnächte, in denen die Gedanken lauter sind als jede Station. Ich lag wach, und eine Frage ließ mich nicht los: „Wie vielen Menschen geht es in genau diesem Moment so wie mir?“ Schlafen konnte ich nicht. Aber etwas tun konnte ich. Also nahm ich kleine Bären aus Harz, gab jedem ein Kleeblatt und eine Botschaft mit – „Nimm mich mit“ – und legte sie heimlich dorthin, wo Hoffnung am dringendsten gebraucht wird: auf Flure, Fensterbänke und Wartezimmerstühle.

Wer die Bären von damals mitgenommen hat, weiß ich bis heute nicht. Aber ich weiß, was daraus geworden ist: Hunderte Yasbears begleiten inzwischen Menschen durch Klinikaufenthalte, Prüfungen, Abschiede und Neuanfänge – als stilles Zeichen, dass niemand allein kämpfen muss.

Warum es Yasbear wirklich gibt

Yasbear ist kein Label, das sich nachträglich eine rührende Geschichte ausgedacht hat. Es ist genau umgekehrt:

Erst war die Geschichte,
dann der Schmuck.

Aus den Harz-Bären von damals sind Schmuckstücke geworden – damit dein Mutmacher nicht auf einer Fensterbank liegen bleibt, sondern mitkommt: um deinen Hals, an dein Handgelenk, durch deinen Tag. Jedes Stück trägt die Botschaft, die ich selbst am meisten gebraucht habe:
„Du bist nicht allein. Und du bist stärker, als du glaubst.“

Kleine Begleiter mit großer Botschaft
Meine Geschichte in den Medien
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